Entwurzelt

Entwurzelt

In diesem Blog möchte ich über das Thema „entwurzelt“ schreiben. Wann fühlen wir uns so? Wann merken
wir, dass wir nicht bei uns sind oder wir irgendwie aus der Spur geraten sind? Oft geht es ja schon Jugendlichen
so, doch in jedem Alter und jeder Lebensphase kann es uns so ergehen. Und die Frage ist ja, wie kommen wir
wieder in unsere Spur? Wie kann es uns wieder besser gehen? Was braucht es wirklich? Sind wir villeicht
schon depressiv oder haben einen Burnout ? Oder reichen einfach ein paar Tage mehr mit Ruhe, Ausgeglichenheit und Selbstreflexion, und vor allem mehr Achtsamkeit mir selbst gegenüber und meinen Bedürfnissen?

Folgende Fragen können helfen, eine innere Bestandsaufnahme zu machen und diese vielleicht sogar schriftlich festzuhalten:

 

  • Wie alt bin ich gerade oder wie alt fühle ich mich gerade?
  • In welcher Beziehung stehe ich gerade? (verheiratet, zusammenlebend, geschieden, etc.)
  • Leben meine Eltern noch, wie leben diese? (getrennt, geschieden, zusammen, neu verheiratet?)
  • Habe ich Kinder?, wie viele ? (lebende, gestorben, abgetrieben, verloren)
  • Bin ich vielleicht schon Oma, Opa, oder Tante, Onkel von Kindern von Geschwistern?
  • Habe ich einen Beruf, fühle ich mich da „berufen?“, bin ich glücklich und zufrieden in meinem Beruf?
  • Wohne ich am richtigen Platz? Möchte ich mich vielleicht verändern, egal ob wohnlich oder auch beruflich?
  • Bin ich gesund? War ich mal schlimmer krank? Gibt es Krankheiten in meiner Familie wie Krebs, Alkoholsucht, etc.?)
  • Gibt es in meiner Familie schweres Schicksal? Kommen Eltern oder Großeltern aus anderen Ländern?
  • Waren Väter, Großväter oder auch Urgroßväter im Krieg?
  • Gibt es schwere Schuld in meiner Familie? Gibt es „schwarze Schafe“ oder bin ich eins in meiner Familie?

Also, solche Fragen gehören dazu, um zu sehen, wo man gerade in seinem Leben steht. Hier geht es nicht um Moral, oder um gut oder schlecht, sondern um Wahrheit. Diese bringt unglaubliche Klarheit und hilft immer. Es darf etwas ans Licht kommen, wenn wir uns in der richtigen und angemessenen Haltung unserer eigenen Familie nähern. Und diese Haltung ist erstmal „wertfrei“ und noch besser „demütig“.

Hier noch ein kleiner Text dazu von Bert Hellinger:

DIE DEMUT

Demütig ist, wer innerhalb seiner Grenzen bleibt. Daher bedroht er andere in ihren Grenzen nicht. Sie fühlen sich vor ihm sicher und können mit ihm verkehren von Gleich zu Gleich. Zugleich schützt der Demütige seine Grenzen gegen Eindringlinge von außen, weist sie in ihre Grenzen, demütigt sie auf diese Weise, bis auch sie, innerhalb ihrer Grenzen, die Grenzen anderer achten. Der Demütige hält also das Gleichgewicht und weicht weder nach oben noch nach unten von ihm ab. Auch nicht nach vorn, weil er nicht zu weit geht, und nicht nach hinten, weil er nicht zurückweicht. Diese Demut ist stark und sie gebietet Achtung.

Mehr dazu im Buch „Gottesgedanken“ Ihre Wurzeln und ihre Wirkung, erschienen im Kösel Verlag.

Wer Fragen dazu hat und sich mehr mit sich selbst und seinen „Wurzeln“ auseinandersetzen möchte, kann mich gerne dazu kontaktieren, auch gerne telefonisch während meiner Sprechzeiten.

Eure Claudia Grill

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