In meiner aktuellen Ausbildung bei Stefan Hammel bin ich auf eine schöne und zugleich wirkungsvolle Übung gestoßen, die ich gerne mit Ihnen teilen möchte:
Übung: Das Leben als Film
Fühlen Sie sich manchmal genervt an Ihrem Arbeitsplatz? Stellen Sie sich vor, Ihr Job ist der Drehort für einen neuen Film und alle sind damit beschäftigt, ihre Rolle zu proben. Einige beherrschen ihre Rolle bereits sehr gut, während andere noch viel üben müssen. Erst jetzt wird Ihnen klar, warum sich manche Leute so seltsam verhalten: Das ist nicht wirklich ihre Art, sondern nur die Rolle, auf die sie sich vorbereiten. Schauen Sie sich um und Sie werden vielleicht den Produzenten, die Regisseurin und die Maskenbildnerin erkennen und ihr Verhalten, über das Sie sich manchmal gewundert haben, besser verstehen können.
Alternativ kann eine belastende Lebenssituation auch neu gerahmt werden, indem die Arbeitsplatzbeschreibung so verändert wird, dass etwas Erfreuliches, bisher für völlig nebensächlich Gehaltenes, zur Hauptsache erklärt wird, während die unerfreulichen Aspekte, die bisher als das eigentlich Wichtige galten, nur noch als Randaspekt der eigentlichen Arbeit behandelt werden.
Kleine Einladung
Vielleicht nehmen Sie sich heute einen Moment Zeit und betrachten eine Situation in Ihrem Leben genau mit diesem Blick – als Film.
Oft entsteht allein dadurch schon etwas mehr Abstand, mehr Verständnis – und manchmal sogar ein ganz neuer innerer Spielraum.

