Auf die Seele Schauen

Auf die Seele Schauen

unter Beaumont schreibt, was ich hier wirklich gut erklärt finde wie folgt zum
Thema: „Die Erlösung der Väter“

Nur ein kleiner Auszug aus diesem Kapitel aus seinem Buch.

Das Ausmaß des Schlimmen, das die Eltern anrichten, bestimmen die Kinder mit,
Auch wenn sie es nicht freiwillig tun und keine richtige Alternative haben. Die
Schuld und die Verantwortung dafür bleiben jedoch bei den Eltern.
Wenn es zu einer liebevollen Beziehung zwischen Eltern und Kindern kommen
Soll, dürfen die Eltern keine Entlastung von den Kindern verlangen. Trotzdem
Sind es die Kinder, welche die langfristigen Auswirkungen dessen, was die Eltern
Getan haben, bestimmen. Dadurch haben sie eine enorme Macht über die Eltern.

Ich (Hunter Beaumont) erzähle eine hypothetische Geschichte, um das zu verdeutlichen:

Zwei Menschen haben Väter, die depressive Alkoholiker und Kartenspieler waren, sich in ihrem Leben unverantwortlich verhielten und gewalttätig mit den Kindern umgegangen sind. Dem einen Sohn gelingt es, sein Schicksal zu meistern und etwas aus seinem Leben zu machen. Auch wenn es manchmal vielleicht in seinem Leben etwas problematisch zugeht, geht es ihm gut, er heiratet, hat eine relativ gute Beziehung und bekommt selbst Kinder.

Dem anderen gelingt es nicht, im Leben zu bestehen. Er bringt es zu nichts, findet keinen Sinn im Leben und wird selbst zum Alkoholiker. Seine Kinder, wenn er überhaupt welche hat, behandelt er schlecht. Vielleicht lebt er sogar auf der Straße und stirbt an Alkoholismus.

Der Vater des 1. Kindes hat sein Kind belastet, aber nicht beschädigt. Und wenn er sozusagen auf einer Wolke vom Jenseits auf sein Kind herunterschaut, geht es ihm vermutlich gut da oben. Der andere Vater schaut auf seiner Wolke nach unten, und es geht ihm nicht so gut, denn er merkt, dass sein Sohn und seine Enkelkinder genauso geworden sind wie er. Er hat Kind und Enkelkinder nicht nur belastet, sondern auch beschädigt. Die Nachwirkungen seines Handelns kennen kein Ende. Das aber bestimmt nicht der Vater allein, sondern auch das Kind. Der Vater trägt die Verantwortung für das, was er getan hat, und das Kind trägt die Verantwortung für das, was es daraus macht.

Dies bedeutet, Kinder haben eine gewisse Freiheit die Väter aus deren Verstrickung zu erlösen und die Wirkung dessen, was die Väter von ihren Vätern und Großvätern übernommen und an die Kinder weitergegeben haben, zu mildern. Wenn es uns gelingt, das Negative, das zu unserer Familiensippe gehört, auf uns zu nehmen, dazu zu stehen und es vielleicht 10 Prozent zum Guten zu wenden, dann geht es uns besser. Dann geht es auch unseren Kindern besser und dann geht es unseren Eltern besser, selbst wenn sie nicht mehr leben.


Ja, ich finde diesen Text wirklich unbeschreiblich. Denn es verändert doch immens die Sichtweise. Es gibt finde ich auch Hoffnung, wenn man eine sog. „Schlimme“ Kindheit hatte und einen sehr „schwierigen“ Vater. Durch Familienstellen kann man sich sehr gut dass Verhältnis zu seinem Vater und auch vielleicht zu dessen Vater anschauen. Es ist nie zu spät für sich gut zu sorgen und sich mit seiner Kindheit oder mit seinen Eltern auseinanderzusetzen. Und wenn man selber schon Kinder hat, ist dies, finde ich, noch ein großer guter Grund mehr, sich mit sich und seiner Geschichte zu beschäftigen.

Ich biete Familienstellen auch in Einzelsitzungen per Telefon, per Zoom und auch in Präsenz in meiner Praxis in Hohenlinden an (unter Einhaltung der Hygienevorschriften) und bin telefonisch zu meinen Sprechzeiten erreichbar oder per E-Mail.

Ihre Claudia Grill
Praxis LEBENSART
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